Kückückskind // Komödie ? // Filmkritik


Handlung
Dominik, Sohn einer erfolgreichen Designerin und Ayse Tochter einer traditionellen türkischen Familie, werden bei der Geburt vertauscht. Die Eltern von Dominik leben getrennt, und er sehnt sich nach einem richtigen Vater der stolz auf ihn ist. Ayse baut oft Mist und hat die meiste Zeit Hausarrest. Sie sehnt sich nach einem Leben mit mehr Freiheiten. Bei einem Krankenhausaufenthalt von Dominik, kommt die Verwechslung ans Licht. Beide Familien treffen sich, um sich kennen zu lernen. Für die Familie von Ayse kommt das sehr überraschend, denn sie hatte aus Angst den Brief vom Jugendamt verschwinden lassen. Ihr Vater freut sich über Dominik, da er schon immer einen Sohn haben wollte, wogegen seine Frau Angst hatte eine Ihrer drei Töchter zu verlieren. Dominik schlägt vor, dass er und Ayse zwei Wochen die Familien tauschen und bei Ihren leiblichen Eltern leben. In den darauf folgenden Wochen, lernen beide Kinder ihre leiblichen Familien kennen, die anders sind als sie sich vorgestellt haben. Dominik, der vorher wie ein Mustersohn war, versucht nun wie ein typisch türkischer Jugendlicher zu werden, hat mit den Traditionen seiner neuen Familie und deren Essen mächtig zu kämpfen. Ayse genießt zuerst die Freiheiten und die finanzielle Unabhängigkeit, bis sie eine Party feiert und die gesamten Kleider ihrer neuen Mutter zerstört werden. Dank Dominik und vielen Familienmitgliedern der liebevollen türkischen Familie, können sie die Modenschau doch noch retten. Das schweißt alle zusammen, von fort an wachsen sie zu einer richtigen Familie zusammen. 

Komödie oder Drama?
Einige Punkte im Film werfen die Frage auf- ob es wirklich eine Komödie ist? Es gibt zwar einige Stellen im Film, an denen ich herzlichst gelacht habe, diese meiner Meinung nach aber nicht ausreichen für eine Komödie. Viel mehr ist es eine Drama-Komödie, was folgende Punkte aussagen:

- Dominik und Ayse werden bei der Geburt vertauscht, obwohl sie vom unterschiedlichen Geschlecht und von verschiedenen Abstammungen sind. <- Dies ist in meinen Augen das größte Drama.
- Beide Mütter haben Angst ihr Kind zu verlieren, obwohl sie glücklich sein sollten endlich auch ihr leibliches Kind  bei sich zu haben. <- Schwer für alle Seiten.
- Dominik kämpft sich durch das Leben der neuen Familie, und stößt dabei auf sehr viele Hindernisse. <- Über die ich nicht lachen kann.
- Ayse riskiert die berufliche Zukunft ihrer leiblichen Mutter, und verletzt mit ihren Worten die Frau, die sie groß gezogen hat. <- Sehr traurige Stelle.
- Schließlich halten alle zusammen, und werden zu einer Familie. 

Trotz der vielen Dramen, kann man an einigen Stellen gut lachen. 

Charaktere 
Die Charaktere sind gut dargestellt, und natürlich weit übertrieben. 

Ayse - typisch türkisch - großes Mundwerk - Sinn für die Familie. Das klassische Klischee. Die Familie wurde mit allen Klischees dargestellt, die man sich vorstellen kann. 

Dominik - wurde so Musterhaft dargestellt, das es schon unglaubwürdig wird, dass jemand wirklich so ist. 

Fazit
Definitiv keine reine Komödie. In meinen Augen eine Drama-Komödie. Alles in allem, hat mir der Film gut gefallen. Es gab witzige Stellen, aber auch viele Traurige. Die Liebesgeschichte fehlt dabei auch nicht. Die Entwicklung der beiden Familien, finde ich sehr interessant. Leider hat es ein offenes Ende, das mag ich gar nicht. Am Ende ist nicht klar, wie es mit den Familien weiter geht, wo die Kinder leben etc. Trotzdem würde ich den Film weiter empfehlen!

Infos zum Film
Produktionsland - Deutschland
Erscheinungsjahr - 2013
Länge: 90 min.


3 Kommentare:

  1. Der Film sagt mir gar nichts, aber eine Verwechselungskomödie ist doch meistens sehr lustig.
    Viele Grüße,
    Yvonne

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  2. Huhu, also den Film selber kenne ich nicht. Aber es gibt eine Serie (glaub auf Nick läuft die), da wurden auch zwei Mädchen bei der Geburt getrennt. Die Idee ist also für mich nicht neu. Aber interessant klingt es dennoch. Danke für die Vorstellung, muss ich mir mal anschauen ;)

    Alles liebe

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  3. Mir sagt der Film auch gerade nichts, aber macht mich sehr neugierig. Ich denke, ich werde mal schauen, ob ich den irgendwo her bekomme und auch mir anschauen kann.

    Ich wüsste auf jeden Fall nicht, wie ich reagieren würde, wenn man mir sagen würde eins meiner Kinder wurde bei der Geburt vertauscht. Einfach schrecklich.

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