Schulanfang- Davor haben Mütter wirklich Angst

Ich erinnere mich noch genau an den Tag- meine kleine Prinzessin, in ihrem süßen Kleid, mit der schönen Frisur an der ich ganz schön zu kämpfen hatte, mit ihrem nagelneuen Schulranzen mit der Eiskönigin. Sie lief vor mir und summte vor sich hin, sie war fröhlich, denn sie freute sich so auf die Schule. Die einzige Sorge die ich hatte war, das sie in der Schule nicht mitkommt, dass es zu schwer für sie ist und sie die erste Klasse nicht schaffen würde. Heute weiß ich, wie stark sie ist und wie toll sie das erste Schuljahr gemeistert hat. Doch auch andere Eltern plagen Ängste, gerade jetzt, so kurz vor dem Schulanfang. Mütter lassen es sich meist nicht anmerken, doch tief in ihnen liegen viel Sorgen. Ich habe mich unter Müttern mal umgehört und wurde in vielen meiner Vermutungen bestätigt. Heute erzähle ich Euch wovor sich viele Mütter fürchten und, dass Ihr mit Eurer Sorge nicht alleine seid. Vielleicht gibt dies ein bisschen Mut!

Ich habe Angst vor Mobbing und Ausgrenzungen! 
Tatsächlich habe ich das am meisten gelesen: Mobbing und Ausgrenzungen beschäftigen die meisten Eltern, denn Mobbing ist immer noch ein sehr aktuelles Thema. Ist Dein Kind anders als andere Kinder, oder hat es etwas an sich was andere zum Mobben animiert? Ich kann Deine Sorge vollkommen nachvollziehen. Auch ich musste meine Maus im ersten Jahr mehrmals fragen, ob sie jemand ärgern würde, wenn sie sagte "Mama, ich will nicht mehr zur Schule.", glücklicherweise hat sich dies, aber nie bestätigt und sie ist dennoch weiterhin gerne zur Schule gegangen. 
Wichtig dabei ist, das Dein Kind merkt, das es Dir vertrauen kann. Das es zu Dir kommen kann und seinem Kummer freien lauf lassen kann. Gespräche mit Lehrern und Eltern, kann in vielen Fällen schon helfen. Ich weiß nicht, ob sich Mobbing irgendwann besiegen lässt, aber ich erhoffe es mir, vor allem zum Wohle aller Kinder sehr. 

Ich habe Angst, dass mein Kind nicht los lassen kann!
Schule ist was ganz anderes als der Kindergarten, Kinder müssen schlagartig aus dem gewohnten Umfeld raus und in die Schule. Viele Kinder haben es dabei schwer. Wichtig ist, den richtigen Weg zu finden. Dieser Weg ist von Kind zu Kind unterschiedlich. Ich kann aus einer Situation erzählen, die ich selbst mitbekommen habe. Meine Tochter hat einen Jungen in der Klasse, der schon am ersten Tag viele Tränen verloren hat. Er hat sich mit Armen und Beinen an seinem Papa festgehalten und wollte nicht in der Schule bleiben. Vielleicht klingt es hart, aber die Lehrerin hat ihn einfach an die Hand genommen und den Papa nach Hause geschickt. Auch in den nächsten Tagen gab es Tränen, aber Lehrer und Eltern haben nicht aufgegeben. Mit der Zeit wurde es immer besser und schon nach wenigen Tagen, klappte das in die Schule gehen prima. Schon nach kurzem merkte man dem kleinen Mann das nicht mehr an, dass er zu Anfang nicht in die Schule wollte. Stark sein und nicht aufgeben, zahlt sich am Ende also doch aus. Aber auch das loslassen von Mama und Papa kann sehr schwer sein und viele Tränen mit sich bringen, lasst den Kleinen ein bisschen Zeit und verliert nicht den Mut- denn auch das, wird Dein Kind schaffen, weil es stark ist! 

Ich habe Angst, das mein Kind überfordert ist!
Auch ich hatte davor Angst! Als ich aber die tollen Erfolge gesehen habe, die meine Tochter mir täglich zeigte, wurde meine Angst immer geringer. Ab und an ein bisschen üben, und die Sache war erledigt. Kinder können uns manchmal einfach unsagbar stolz machen und man sollte ihnen mehr zutrauen. Sie schaffen das!

Ich habe Angst, die Schultasche jeden Tag neu bestücken zu müssen!
Oh ja! Davon kann ich ein Lied singen! Mama meine Buntstifte sind zu klein. Mama mein Füller ist verbogen. Mama mein Radiergummi ist weg. Egal wer es abstreitet, glaubt ihnen kein Wort. Es ist wirklich so! Aber davor muss man keine Angst haben, wenn man sich ordentlich eindeckt. Klick mal hier, dann bekommst Du gute Tipps, dies zu vermeiden! 

Ich habe Angst, dass mein Kind falsch um- oder aussteigt, sich verläuft und nicht nach Hause kommt!
Um Gottes Willen, das denke ich jeden Morgen, wenn ich meine Prinzessin zur Schule schicke. Und das, obwohl sie nur geradeaus laufen muss, keine Straße überqueren oder Verkehrsmittel nutzen muss. Ich glaube diese Sorge bekommt man nicht los. Wichtig ist, den Weg gut zu erklären, und darauf zu achten ob das Kind wirklich schon bereit ist, alleine zu gehen. Sicher ist immer, das Kind anfangs hinzubringen und abzuholen, aber ich kenne es selber, dass dies nicht immer möglich ist. Auch ich stehe am Fenster, und warte bis sie wieder zu sehen ist, das ist ganz normal. Leider kann ich Euch dazu, keinen guten Tipp geben, aber wenn jemand einen für mich hat, immer her damit!

Und zu guter Letzt: Ich habe Angst, nach nur einer Woche in die Schule gerufen zu werden, da sich mein Kind nicht benehmen kann, frech ist, oder seinen sturen Kopf durchsetzen möchte!
Dazu kann ich nur sagen, ich glaube nicht! Kinder sind in der Schule ganz anders als zu Hause. Mein "Frechdachs" ist in der Schule der reinste Engel! Und falls der Anruf doch kommt, Kopf hoch und durch! Viel viel Glück!

Ich wünsche allen Schulanfängern, und deren Eltern einen wunderschönen und problemlosen Schulstart! <3

Lasst mir gerne einen Kommentar da, wenn Euch der Beitrag gefällt! :)

3 Kommentare:

  1. Sehr schön geschrieben! Unser Schulanfang ist ja nun schon einige Jährchen her, aber ich hatte damals auch so meine Bedenken, vor allem, weil ich meiner Kleinen eigentlich noch ein Jahr im Kindergarten gegönnt hätte und eine Einschulung mit 5 Jahren als viel zu früh ansah. Aber hier in unserem Bundesland lag der Stichtag leider so blöd.

    Liebe Grüße
    Jana

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  2. Ja diese Sorgen hatte ich letztes Jahr auch noch alle. Mittlerweile hat sich das gelegt und ich geh entspannter an die Sache ran und freue mich schon sehr auf das neue Schuljahr. Danke für die tollen Tipps.
    Liebe Grüße Nadine

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  3. Unser Junior kommt zwar noch nicht in die Schule, aber nun bald in den Kindergarten. Und auch in dieser Situation kann ich einige deiner Gedanken und Ängste sehr gut nachvollziehen. Aber ich hoffe einfach mal das Beste, denn die Schnuppertage sind schon mal ohne Probleme verlaufen.

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